Reisen bildet, so erfuhr ich über eine Solarbar in Berlin  und die bereits existierenden Caféräder in München ı Leipzig ı Kopenhagenı Münster ı London - Velopresso   und der Schweiz .

Was andernorts möglich ist, müßte doch auch in Wien möglich sein ...

Jetzt könnte man bei Coffee-Bike eine Franchise eingehen oder bei  On Your Trike  BikeCaffe oder CoffeeTrike einfach ein fertiges Caferad kaufen.

Doch dieses vorgefertigte Konzept wird Wien nicht gerecht...

Auf der durchschnittlichen Caféhauskarte finden sich zumindest zehn verschiedene Cafés, im Café „Wikipeadia“ gar 43.

Doch Konkurrenz schläft nicht und so realisierte Peter Lindmoser in Wien eine Vespa Ape mit einem mobilen Espresso darauf, diese allerdings benzinbetrieben. 

Weiters baut die Firma Cyclecraft inzwischen Tee-, Kaffee und andere Verkaufsstände auf Rädern.

Gilo Moroder und Johannes Pepelnik realisierten das radfahrbahre Cafehaus. Als Unterbaurahmen diente ein verlängerter Christiania Rahmen mit Feststellbremsen. Die äußere Form und Farbe wurde an einen Schiffsrumpf bzw eine Cafebohne angelehnt. Im Inneren befinden sich Wassertank, Pumpe, Musikanlange, Wasseraufbereiter, Wechselrichter, Batterie, Gas sowie Eiskasten. Weithin sichtbar, wurde die zweigruppige Espressomaschine mit Handbetrieb sowie die Mühle aufgesetzt. Als Dach wurde eine abnehmbare flexible Solarkonstruktion zum energieautarken Betrieb gewählt. Die Verarbeitung ist in der Tradition im reduzierten, kühlen, einfachen Stil der Wiener Werkstätten gehalten und ausschließlich in Handarbeit gefertigt. 

Fracino steuerte auch das Know How für die die Mühle, Pumpe und Schublade bei. Die äußere Form und Farbe des Caférades wurde zusammen mit Gilo Moroder in der Cafébohne gefunden. Das Gestell der Unterbau von Christiania beigesteuert und Heavy Pedals geliefert, die mich davon überzeugten, dass hier nix Selbstgebasteltes glücklich machen wird. Radio, Lautsprecher, Lichter, Batterien, Solarsegel wurden dem Schiffbau entnommen. Gilo Moroder machte sich an die Arbeit, bei der Elektrik half Hartmut Schmidt über Vermittlung von Martin Blum von der Radagentur.
Das Logo zeichnete Olaf Osten.

Das Caférad kann in zwei Gruppen erstklassigen Espresso zubereiten, Milch schäumen und Tee kochen. Es verfügt über einen Eiskasten und eine kleine Musikanlage.

Rahmen: Christiana L/Box

Espressomaschine: fracino Retro

Pumpe: 1.0 gpm (3.8 lpm) Max. Pressure: 40 psi (2.8 bar)

Mühle: T Grinder - 275 watt

Wasseraufbereitung: water sofener

Batterie: 100Ah 12V AGM Solarakku Ultracell UCG

Solarmodul: 80 Watt 12V monokristallin auf Aluminium-Matrix + EVA + Tedlar®

Wechselrichter: 1000W 12V Sinus WT-Combi-S von Westech-Solar

Radio: Blaupunkt London

Lautsprecher: KENFORD MARINE

Derzeit verfügt das Caférad noch über keine Betriebsanlagengenehmigung und darf nicht für gewerbliche Zwecke genutzt werden.